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                   Lena Johansson ist für den Inhalt der Homepage verantwortlich. Foto: Lena Johansson om ej annat anges.

Kultur- und Naturerbe

Auf der Liste der unschätzbaren Welterbestätten befinden sich Objekte verschiedener Arten: einige sind ein Kulturerbe, andere sind ein Naturerbe und wieder andere sind kombinierte Kultur- und Naturerbestätten.

Kulturerbe
Laut Artikel 1 des Übereinkommens über das Welterbe sind Kulturerbestätten:
• Monumente wie Bauwerke, monumentale Skulpturen und Gemälde mit einem besonders großen, universellen Wert. Beispiel: die ägyptischen Pyramiden.
• Gruppe von Bauwerken, freistehende oder zusammenhängende Gebäude, die aufgrund ihrer Architektur, Einheitlichkeit oder Lage in der Landschaft einen besonders großen, universellen Wert haben. Beispiel: Marinestadt Karlskrona.
• Stätten, die von Menschen oder von Mensch und Natur gemeinsam geschaffen wurden, einschließlich archäologischen Stätten, mit einem aus historischem, ästhetischem, ethnologischem oder anthropologischem Gesichtspunkt besonders großen, universellen Wert. Beispiel: die Reisterrassen auf den Philippinen.

Naturerbe
Dementsprechend werden Naturerbestätten gemäß Artikel 2 wie folgt definiert:
• Natürliche Gebilde, die aus physischen und biologischen Formationen oder Gruppen solcher Formationen mit einem besonderen, universellen Wert bestehen
• Geologische und physiographische Formationen und deutlich abgegrenzte Gebiete mit einem besonderen, universellen Wert
• Naturgebiete oder deutlich abgegrenzte natürliche Gebiete mit einem besonderen, universellen Wert

Immaterielles Kulturerbe
Auf ihrer Generalkonferenz im Jahr 2003 nahm die UNESCO ebenfalls ein Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes an, dem sich Schweden jetzt (2010) anschließen möchte. Das Übereinkommen nennt Beispiele, in welchen Bereichen sich das immaterielle Kulturerbe ausdrückt:
• Mündliche Traditionen und Ausdrücke, wobei die Sprache zur Vermittlung des immateriellen Welterbes dient
• Aufführungen (Darbietungen)
• Soziale Sitten und Gebräuche, Feste
• Kenntnisse und Sitten und Gebräuche rund um die Natur und das Universum
• Traditionelle Handwerkskunst
Das Übereinkommen bezieht sich auf die lebendige Ausübung des immateriellen Kulturerbes und das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Ausführung und Übermittlung des Kulturerbes und nicht auf die Kenntnisse über das Kulturerbe an sich.