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                   Lena Johansson ist für den Inhalt der Homepage verantwortlich. Foto: Lena Johansson om ej annat anges.

Was ist ein Welterbe?

 

1972 wurde das „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ durch die Generalkonferenz der UNESCO angenommen. Ziel war es, wertvolle Stätten, Gebiete und Objekte zu schützen. Mehr als 180 Länder haben bis heute das Übereinkommen angenommen. Schweden unterzeichnete es erst 1985, verfügt aber über eine ganze Reihe von Welterbestätten, nämlich 14 an der Zahl.

Die Länder, die das Übereinkommen unterzeichnen, tragen eine große Verantwortung. Laut Übereinkommen müssen diese Länder über die Gesetzgebung, Organisation und Ausbildung verfügen, die sicherstellen sollen, dass die Natur- und Kulturerbestätten im eigenen Land geschützt und gepflegt werden. Die Objekte, die als Welterbe vorgeschlagen werden, müssen einen bestimmten universellen Wert haben. Die Länder sind auch für Informationen rund um das Übereinkommen verantwortlich, müssen das Welterbe in anderen Ländern respektieren und einen wirtschaftlichen Beitrag zur Erhaltung leisten, wenn die Mittel dazu nicht ausreichen.

Schweden hat seit 1985 Erfahrung mit der Nominierung und Verwaltung von Welterbestätten. Die schwedischen Behörden Riksantikvarieämbetet [Zentralamt für Denkmalpflege] und Naturvårdsverket [Umweltamt] bereiten die Beschlüsse für die Regierung vor, z.B. zu neuen Vorschlägen von Kultur- und Naturerbestätten für die Welterbeliste. Momentan sind Schweden und viele andere europäische Länder eher zurückhaltend mit ihren Anmeldungen, damit die Welterbestätten gleichmäßiger über die ganze Welt verteilt werden. Schweden gehört seit 2007 zum so genannten Welterbekomitee der UNESCO, einem zwischenstaatlichen Komitee, und beschäftigt sich dort als eine der wichtigsten Aufgaben mit der Frage der Verteilung der Welterbestätten. Ein anderer wichtiger Punkt, den Schweden vorantreibt, ist die Gleichverteilung der Natur- und Kulturerbestätten der Welterbeliste.